Re-Release

Das Superkraut-Debüt knöpfemadeslinkeorf erscheint zum 25-jährigen Jubiläum erstmals digital. Original ist es 1995 in einer limitierten Auflage als CD erschienen. In die CD-Hülle war damals ein frisch gerollter Joint eingearbeitet.
Schade, dass so was digital kaum zu realisieren ist.
Auf dem Album verbinden Superkraut Techno, Industrial, Ambient und Krautrockanleihen mit der Unverfrorenheit des Dadaismus.
Das Album ist mit Methoden des Instant-Composing entstanden.

Drei Musiker sind in einem Raum und gehen aufeinander ein, prallen aneinander ab, sind aber immer in Relation zueinander.
Ein Hören und Spüren – Kommunikation ohne Worte im stetigen Fluss.
Das Album erscheint am 01.03.21 auf Soundcloud und Bandcamp.
https://superkraut.bandcamp.com
https://soundcloud.com/superkraut

SUPERKRAUT
Die Anfänge des gemeinsamen Wirkens der Musiker Fred Ganja, Grass Hopper und Al’Ashish reichen zurück bis in die ausgehenden 1980er Jahre, in denen in unterschiedlichen Konstellationen und Kollaborationen die künstlerischen Grundlagen gelegt wurden, die dann in den Swinging Nineties zur Gründung von Superkraut führten. Wir schreiben ‚Swinging‘, weil es in Wuppertal in der Mitte der Neunziger Jahre eine große Lust auf medien- und genresprengende Experimente gab.

Diese Experimente ver(drei)körpern Superkraut auch weiterhin:
Die Zusammenarbeit als Elektronik-Trio ist geprägt durch spontan situative Sessions voller Energie und Obsession für Methoden der elektronischen Klangverformung. Geboren im Widerspruch zwischen geplanter und präziser elektronischer Kreation und dem Wunsch nach Freiheit, Improvisation und Direktheit entsteht ihr sehr eigener musikalischer Stil.
Sequenzierte musikalische Fragmente treffen auf spontane Klang-Eruptionen, repetitive Muster drehen sich im Kopf.
In dieser Live-Atmosphäre wachsen die Stücke organisch zusammen. Es entstehen rohe Diamanten die man nicht einmal vom Schmutz befreit hat.
Diese spielerische Vielfalt spiegelt sich in ihrem 1996 veröffentlichten Album ‚knöpfemadeslinkeorf‘ wider – die hier zu hörende Bandbreite verknüpft DaDa mit Industrial, sarkastisch dargebotene tumbe politische Parolen mit Ambient und dystopische Zukunftsfrequenzen mit archaischer Urmusik.
Das klangliche Ergebnis ist voller konstruktiver Widersprüche und kommt einem zivilen Ungehorsam gleich.
1997 bedeutete einen tiefen Einschnitt in die Zusammenarbeit:
Ganja, ‚Ashish und Hopper verließen Wuppertal in unterschiedliche Richtungen. Nach den Stationen Detmold, Oberhausen, Helsinki, Essen, Soest, Skopelos, Berlin leben sie heute in Bonn, Köln und Münster.
2020 entschlossen sie sich den Faden wieder aufzunehmen.

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