Neues Album von Haarmann

Kontrakombination für zwei Spieler“ ist eine Komposition für Mandoline und Live-Elektronik. Ziel ist es, mit einer stark begrenzten Menge an „Audio-Material“ ein vielschichtiges, wabberndes und sich stetig veränderndes Musikstück zu erzeugen. Der Computer wird zu Beginn mit drei kurzen Sequenzen gefüttert. Danach entwickelt der Computer die Musik selbstständig mittels einer für das Werk entwickelten Software und anhand eines definierten Ablaufs. Um dem Werk einen absichtslosen, nicht vorhersehbaren Verlauf zu geben, gibt es zu bestimmten Momente Zufallsentscheidungen. Die Sequenzen können transponiert, beschleunigt oder verlangsamt oder auch in der Abspielrichtung verändert werden. Die Mandolinenklänge werden außerdem einer Klangsynthese zugeführt: per Fouriertransformation werden flächige Klänge errechnet. Um aus dem begrenzten Klangfundus einen sich permanent verändernden Klangfluss zu generieren hat jedes Modul eine besondere Abspieleinheit. Es werden Ausschnitte aus den jeweiligen Sequenzen als Repetition wiedergegeben. Die Ausschnitte verschieben sich bei gleichbleibender Länge allerdings so, dass es nie echte Wiederholungen sind, sondern immer die Variation der Wiederholung. So entsteht der Eindruck das sich der Klang bewegt. Um eine Vielschichtigkeit zu erreichen generiert jedes Modul bis zu sieben Stimmen. In der Summer ergeben sich so für das Werk bis zu 21 computerisierte Mandolinen-Stimmen.